Über mich

Ich hatte schon immer das Gefühl, dass da irgendwie mehr drin sein muss! Im Leben! Dass das nicht alles sein kann. Dieses Arbeiten, Schlafen, Essen, Fernsehen…und wieder von vorne. Jeden Tag. Ich kann mich noch erinnern als wäre es erst gestern gewesen. Ich stand mit meiner Mutter in der Küche beim Abwaschen…*hüstel*…Das muss schon ewig her sein 😉 Während ich gelangweilt (wer macht das als Teenager schon gern?) das Geschirr abtrocknete, fragte ich sie, ob das jetzt eigentlich immer so weiter geht. Jeden Tag früh (oder noch früher) aufstehen, den gleichen Tagesablauf haben, immer wieder das Gleiche tun müssen. Für jemand anderen. Damals ging ich noch zur Schule. Ich sah bis dahin also nur den Gipfel des Eisbergs. Was da noch kommen würde, ahnte ich nicht. Wie gesagt, dass ist schon ewig her. Mindestens 100 Jahre oder so. Ich kann mich leider nicht mehr an den genauen Wortlaut ihrer Antwort erinnern, aber sinngemäss sagte sie folgendes…bzw. eigentlich rümpfte sie die Nase und zog die Mundwinkel nach unten…das weiss ich noch. Ja das ist so, meinte sie. Dann rümpfte ich die Nase und zog die Mundwinkel nach unten. Echt jetzt? Das war irgendwie nicht die Antwort, die ich mir erhofft hatte. Diese Aussicht ermunterte mich nicht unbedingt am nächsten Tag wieder in die Schule zu gehen. Und wenn ich da keine Lust drauf habe? Dann musst du selbst etwas dafür tun, sagte sie. Mmmh…. Jetzt sollte das auch noch Arbeit machen. So hatte ich mir das nun auch wieder nicht vorgestellt. Verrückt, wie glasklar ich diese Situation noch heute vor Augen habe. Dieser Moment hat mich irgendwie geprägt. Danke Mami! Immer wieder mal muss ich daran zurück denken. Wie ich das eines Tages für mich interpretieren würde, war mir damals noch nicht klar. Und das ich einen umwegigen Pfad beschreiten würde auch nicht. Besser ist das. Sonst wäre ich wahrscheinlich nie losgegangen. Auf jeden Fall wusste ich damals schon…da muss doch noch mehr gehen. Das allein, kann doch nicht das Leben sein. Und das Leben bis zur Rente aufzuschieben, kann auch nicht die Lösung sein.

Inzwischen weiss ich, ja…da geht noch mehr! Aber nur wenn man selbst Verantwortung übernimmt.

Das Leben besteht zu 10% aus dem, was Dir passiert, und zu 90% daraus, wie Du darauf reagierst.

Oder…aus dem, was du bewusst kreierst! Und damit fing ich im Alter von zarten 16 Jahren an. Ich pfiff auf´s Abi (meine Eltern waren begeistert…nicht 😀 😀 😀) und entschied mich dazu eine Ausbildung zur Fotodesignerin zu machen. Ich hatte keine Ahnung von Fotografie und es war nie mein grosses Hobby gewesen. Trotzdem wollte ich (bzw. meine innere Stimme) es unbedingt! Und niemand konnte mich davon abbringen. Hauptsache weg von dieser Dorfschule und allem Ballast, der sich die letzten Jahre dort angesammelt hatte. Ich wollte Freiheit. Unabhängigkeit. So schnell wie möglich eigenes Geld verdienen. Und alles anders machen als die anderen. Das fand ich sowieso schon immer toll 😀 Gesagt, getan. Tschüss Landleben, hallo grosses buntes Berlin! Wie aufregend! 3 Jahre lang wurde ich nun also zu einer Fotodesignerin ausgebildet. Was für ein Glück. Die Zeit würde schnell vergehen und danach könnte ich endlich arbeiten, Geld verdienen und bräuchte nie wieder zur Schule gehen. So der Plan. Doch sehr schnell stellte ich fest, dass da draussen irgendwie niemand auf mich gewartet hatte. Nach der Ausbildung tingelte ich von Bewerbungsgespräch zu Bewerbungsgespräch für unbezahlte Praktikumsstellen und von Berater zu Berater beim Arbeitsamt. Eine Stelle als Schuhdesigner konnte man mir anbieten! Dass Designer nicht gleich Designer ist, muss ich hier wohl nicht betonen. Frustration machte sich breit. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ich hatte doch alles getan und dachte ich wäre jetzt am Ziel. Stattdessen sollte meine Reise hier erst beginnen. Sie führte mich von Berlin, nach Frankreich, zurück nach Berlin, über Frankfurt am Main in die schöne Schweiz. Die Fotografie verlor ich für einige Jahre aus den Augen. Ich machte eine Weiterbildung zur Publishing Designerin, Praktika im In- und Ausland, mein Fachabitur im Bereich Gestaltung, eine zweite Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing bei IKEA und arbeitete (endlich) als Visual Merchandiser. Schliesslich fand ich über Umwege meine Leidenschaft für die Fotografie wieder. Seit 2,5 Jahren bin ich nun erfolgreich selbständig als Fotografin in der Schweiz. Während dieser ganzen Zeit des Suchens und Findens, las, hörte und schaute ich, was andere machen und was in dieser grossen weiten Welt noch so alles möglich ist. Von vielem hatte ich keinen blassen Schimmer. Ich entdeckte inspirierende Blogs, neue Denk- und Sichtweisen, alternative Lebens- und Arbeitskonzepte und dadurch die digitale Nomadenszene. Da schrieben und berichteten Menschen, wie du und ich, über ihre Erlebnisse, Erfahrungen, Zweifel, Ängste, Erfolge und Herausforderungen und erschufen daraus Mehrwert für andere Menschen und nicht zuletzt ihr Wunschleben, nach ihren eigenen Regeln. Es eröffnete sich mir eine völlig neue Welt. Eine, in der alles möglich ist. In der man alles darf und alles kann, vor allem so sein, wie man einfach ist. Möglichst authentisch. Eine Welt in der man Träume, Visionen und grosse Ziele haben und die zum Leben erwecken darf. Jetzt! Und nicht erst im Rentenalter. Nicht erst dann, wenn man vermeintlich genug Erfahrung, Ausbildungen, Nachweise, Geld und Zeit hat. Eine grosse Inspiration für mich war Carina Herrmann mit ihrem Blog „Um 180 Grad“. Dank ihr und vielen anderen Bloggern kam ich auf einmal mit völlig neuen Themen in Berührung und stellte fest, dass mein Wunsch nach einem “anderen Leben”, den ich schon als Teenager hatte, gar nicht so absurd ist, wie ich dachte. Auch wenn ich dafür fast 30 Jahre alt werden musste. 😀 Besser spät als nie. Meine Mitgliedschaft im Citizen Circle – einer Onlinecommunity von Querdenkern, brachte den Stein endgültig ins Rollen und ermutigte mich dazu, mich auf den Weg zu einem selbstbestimmten und glücklichen Leben zu machen, das zu mir und meinen Bedürfnissen passt. Nach den Sternen zu greifen, “verrückte” Ideen und kreative Projekte anzugehen, meine Leidenschaft zu erwecken und zu leben, frei zu entscheiden, auszuprobieren, zu verwerfen und neu anzugehen, meine eigenen Regeln aufzustellen und nach finanzieller Unabhängigkeit und Freiheit zu streben. Ein Prozess, den ich liebe und geniesse, auch wenn ich manchmal zwischendurch ein bisschen ungeduldig bin. 😀

Und dann kam….nicht Polly, sondern Bali statt Bochum!

Vor etwa 1,5 Jahren bin ich im Rahmen der Vermögensakademie von Eva Abert auf „Madame Moneypenny“ Natascha Wegelin und ihr Buch „Bali statt Bochum“ aufmerksam geworden. Mit diesem leisen Wunsch nach finanzieller Freiheit in meiner Brust und der damals noch so weit weg erscheinenden Realisation dessen aber mit der Überzeugung – da muss doch noch mehr gehen, im Leben und mit den Finanzen – habe ich es gekauft. Noch nicht ahnend, was es mit mir anstellen würde. Und was soll ich sagen…Bali statt Bochum ist an allem schuld! 😀 Ohne Bali statt Bochum wären wir jetzt nicht hier. Ich nicht und du auch nicht.

Aufgerüttelt und angefixt, war ich voller Euphorie und Tatendrang, mich endlich um meine Altersvorsorge (erstmal) zu kümmern. Ich wusste, ich muss da was tun. Ich muss da endlich ran. Auch wenn es mir graut…vor Zahlen, trockener Theorie, Angst davor etwas falsch zu machen und dem Dschungel an Möglichkeiten vor Augen, von denen ich doch sowas von keine Ahnung habe (und auch nur einen Bruchteil davon verstehe). Aber es muss sein. Die Vision von einem finanziell-sorgenfreien Leben, mehr Möglichkeiten, Unabhängigkeit (vor allem von einem Partner) und die Vorstellung irgendwann nicht mehr Arbeiten zu müssen (lieber früher als später), riefen dieses Blitzen (ok und auch Dollarzeichen) in meinen Augen hervor. Mit dem immer grösser werdenden Drang nach finanzieller Leichtigkeit, angespornt von den vielen Möglichkeiten Geld zu vermehren und heute einfacher denn je zu verdienen, habe ich mich der Sache angenommen. Ach was sage ich…hineingestürzt. Kopfüber!

Nun ja, lange Rede kurzer Sinn: Ich habe Bali statt Bochum förmlich verschlungen. Es hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich bin quasi abhängig 😉 Schon beim Lesen war ich ganz hibbelig und konnte es kaum erwarten loszulegen. Natascha beschreibt darin auf sehr verständliche, sympathische, kompetente und witzige Art und Weise, wie Frau langfristig (dieses Wort kannst du dir schon mal merken!) mehr aus ihrem Geld machen kann. Das Ganze veranschaulicht sie auf unterhaltsame Art und Weise anhand einer Vision, der wohl viele insgeheim gerne in ihren Tagträumen an ihrem Schreibtisch ihres 9 to 5 Jobs nachhängen: Ein Leben auf Bali ohne Arbeiten zu müssen. Sie nimmt Frau an die Hand, und erklärt Schritt für Schritt wie sie dieses Ziel (wenn es denn wirkliches ihres ist) mit Hilfe einer passiven Anlagestrategie erreichen kann und welche Stellschrauben es gibt, um es früher oder später zu erreichen. Mich hat sie damit vollkommen abgeholt und begeistert. Sie hat mir die Angst genommen und mich ermutigt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Ich habe Bali statt Bochum nun schon zum zweiten Mal gelesen. Ich musste erstmal ein Gefühl für das Thema bekommen und mir eine Übersicht verschaffen. Parallel dazu, habe mir weitere Literatur geschnappt, mein Netzwerk angezapft, bin Facebook Gruppen beigetreten und habe mich von anderen inspirieren lassen. Jetzt bin ich bereit loszulegen. Kapitel für Kapitel arbeite ich mich durch das Buch und arbeite Schritt für Schritt ab.

Ich lese, absorbiere, recherchiere, lese wieder, verarbeite, frage nach, grüble, komme zu Erkenntnissen, gehe einen Schritt zurück und zwei nach vorn. Schlage mir die Nächte um die Ohren, riskiere 4-eckige Augen und Abhängigkeit. Aber ich liebe es! Diesen Prozess! Zu sehen und zu fühlen, wie ich voran komme, wie ich von Tag zu Tag schlauer werde, immer neue Erkenntnisse für mich gewinne und anfange kritisch zu hinterfragen. Und sogar zu verstehen. 😉

Als Deutsche in der Schweiz, habe ich bei meiner Recherche schnell bemerkt, dass die Uhren in der Schweiz etwas anders ticken. Hier gibt es einfach andere, manchmal auch gar keine Angebote, hinsichtlich kostenlosen Konten & Depots, Direktbanken, Sparplänen und all diesen Dingen. Die Recherche ist mühsam und manchmal auch frustrierend. Ich frage mich, ob es Sinn macht, meine Franken nach Deutschland auf ein kostenloses Depot zu überweisen, dafür aber eventuell einen schlechten Wechselkurs hinnehmen zu müssen? Gibt es wirklich keine bezahlbaren Alternativen in der Schweiz oder gar ganz woanders? Und was mache ich mit meinen Euros, die da auch noch irgendwo rumliegen?

Durch die Madame Moneypenny Gruppe auf Facebook und die ganz vielen inspirierenden Frauen, die sich dort täglich zu ihren Finanzen austauschen, weiss ich, dass ich nicht die Einzige mit diesen Fragen bin. Doch wo kann ich selbst und können die anderen selbstbestimmten Frauen da draussen Antworten finden? Schweizer Finanzblogs, die meine Sprache sprechen 😉 kann ich an einer Hand abzählen. Finanzblogs für Frauen in der Schweiz Fehlanzeige! Diese Lücke möchte ich hiermit schliessen. Auf moneyhontas.ch möchte ich dich mit auf meine Reise zu finanzieller Unabhängigkeit nehmen. Ob sie in Bali enden wird, weiss ich noch nicht 😉 Aber ich werde es herausfinden. Hier möchte ich zukünftig meine Fortschritte auf dem Weg zu finanzieller Freiheit, meine Gedanken, Zweifel, Überlegungen, Rechercheergebnisse und persönliche Erkenntnisse mit dir teilen. Es wird um die Themen finanzielle Intelligenz & Kreativität, Moneymindset, Geld verdienen/sparen/vermehren und Altersvorsorge für Schweizerinnen und Deutsche in der Schweiz gehen. Und das alles möglichst inspirierend und mit Leichtigkeit und Spass. 🙂

Einen Anspruch an Vollständigkeit und Korrektheit habe ich dabei nicht. Ich gebe ausschliesslich meine persönliche Meinung und Sichtweise wieder. Meine Recherche ersetzt nicht deine eigene. Aber ich möchte dich dazu einladen, dich mit mir hier in meiner Facebook Gruppe auszutauschen. Von deinen Erfahrungen und Erkenntnissen zu berichten und deine persönlichen Tipps, Techniken und Tools mit den Leserinnen und mir zu teilen. Ich freue mich auf ein gemeinsames Abenteuer mit dir und kann es kaum erwarten loszulegen.

Be wild, be free!
Lene